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29.01.2013

Wie kommt die Pinie in den Flacon?

Eine besonders vorteilhafte Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen

Die technische Universität Dortmund befasst sich in einer ihrer letzten Projektarbeiten mit der Frage „Wie kommt die Pinie in den Flacon?“. In mehreren Verfahrensschritten wird aus Harz über Terpentinöl zu Monoterpenen schließlich der besondere Duftstoff der Pinie gewonnen. Diesen Duftstoff findet man zum Beispiel in „Blenheim Bouquet“ von der Marke Penhaligon‘s. Bei diesem Duft wird die gesamte Komposition in der Basisnote mit Moschus, schwarzem Pfeffer und Pinie perfekt abgerundet. Ein großer Klassiker – frisch, zitrisch und warm.
Terpentinöl wird für die Herstellung von Duftstoffen benötigt und wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Hierbei gibt es zwei Gewinnungsvarianten:
  1. Das Harzen: Das Terpentinöl wird aus Nadelbäumen gewonnen. Einen besonders hohen Ertrag erzielt man bei der Kiefer. Hauptbestandteil des Harzes sind Terpentinöl und Kolophonium. Hierbei wird die Rinde der Kiefer entfernt und eine Gandel mit einem Behälter angebracht, die das Abfließen des Harzes ermöglicht.
  2. Ein Nebenprodukt bei der Papierherstellung: Zerkleinerte Pflanzenstängel werden unter hohem Druck erhitzt und NaOH, NaS und NaSO4 ermöglichen das Lösen der Stoffe. Daraus entsteht als Nebenprodukt das Terpentinöl.
Anschließend muss das Terpentinöl noch aufgearbeitet werden. Es wird in seine Bestandteile aufgetrennt. Seine Hauptbestandteile sind α-Pinen, β-Pinen, Limonen, Camphen und 3-Caren. Im letzten Schritt werden aus verschiedenen Monoterpenen durch bestimmte Syntheseschritte die Duftstoffe hergestellt. Somit entstehen verschiedenartige olfaktorische Richtungen, wie z.B. orangenartig, frisch und zitronig, holzig-herb oder blumig-rosenähnlich.
In nur wenigen Schritten kann somit aus der Pinie ein  nachhaltiger Duftstoff hergestellt werden, der „Blenheim Bouquet“ seine wunderbare Duftnote verleiht. Ein anderer Duft, der Pinie enthält, ist z.B. Jo Malone „Wild Fig & Cassis“. Parfum einmal wissenschaftlich betrachtet über www.parfumgefluester.de.
 
Quelle: Technische Universität Dortmund, Technische Chemie A, Emil-Figge-Str. 66, 44227 Dortmund, Germany
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