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15. Dezember 2015

Vom Ausmisten: Die Welt mistet aus!

Vielleicht geht es nur mir so, aber ich habe das Gefühl, dass die Konsum-Welle der letzten Jahre momentan mit einem Gegentrend stillgelegt wird. Wie auch in der Lebensmittelindustrie, erst ganz viel Fleisch so billig wie möglich und jetzt am besten ein veganer Lifestyle, lässt sich auch die Mode- und Beautywelt langsam auf die maßvolle Zurückhaltung ein. Beauty-Gurus feiern auf Youtube das Buch „The Life-Changing Magic of Tidying“ und präsentieren stolz ihre neu sortierte und stark verkleinerte Make-up Sammlung.

Vom Ausmisten: Ausmisten und glücklich sein

Eigentlich ist dieser Trend die konkrete Reaktion auf ein Gefühl, das viele von uns lange Zeit begleitet hat. Man fühlt sich überwältigt von der großen Produktauswahl, auf die wir in erster Linie im Internet stoßen, ist überfordert von den vielen Beauty-Produkten und Kleidungsstücken, die doch nur unbenutzt gehortet werden und schwankt immer irgendwo zwischen dem nächsten Shoppingrausch und absoluter Übersättigung. Mich macht zu viel „Stuff“ nahezu depressiv. Gegenstände nur zu besitzen, ohne sie tatsächlich zu lieben oder zu benutzen, halte ich kaum aus. Deswegen lautet meine Devise: Regelmäßig ausmisten.

Gestern habe ich meine Freundin und mich auf einem großen Flohmarkt angemeldet, auf dem wir unseren Kleiderschränken und Kommoden Platz machen werden. Alle Teile, die länger als ein halbes Jahr nicht im Einsatz waren, sollen verkauft werden. Gegenstände, mit denen man keine positiven Gedanken oder Erinnerungen assoziiert sollen ebenfalls aus dem eigenen Alltag verschwinden.

Denn eigentlich gibt es nichts schlimmeres, als an Taschen oder Schuhen hängen zu bleiben, nur weil man irgendwann viel Geld für sie ausgegeben hat. Befreit euch lieber von dieser Last und schafft Luft in eurem Leben. Mit einem konkreten Ziel vor Augen aufzuräumen, in meinem Fall ein ordentlicherer Arbeitsplatz und Kleiderschrank, hilft bei der konkreten Durchführung.

Das eigene Leben zu organisieren und von unnötigem Ballast zu befreien, kann dem eigenen Wohlbefinden besonders guttun, wenn man ausgewählte Stücke spendet und anderen Menschen eine Freude damit macht. Ich bringe besonders Bücher oder ausrangiertes Geschirr gerne in Sozialkaufhäuser, weil sie von dort aus die richtigen Menschen in unserer direkten Umgebung erreichen.

Ein weiterer Tipp, der das Ausrangieren im Beauty-Bereich erleichtern soll, ist es gleiche Produkte in Grüppchen zu sammeln. Dann fällt mir auf einmal auf: Ich habe sieben Bronzer, zwölf Blushes und noch viel, viel mehr Lippenstifte. Ist das nötig? Nein, natürlich nicht. Von meinen Favoriten, die ich täglich benutze oder an denen ich aus sentimentalen Gründen hänge, würde ich mich natürlich niemals trennen, aber die anderen Produkte? Weg damit!
Die meistens unangetasteten Teile gehen an Freundinnen und Familienmitglieder. Die Masse an Beauty-Produkten auf dem Boden des Zimmers zu sehen, hilft außerdem bei künftigen Verführungen stark zu bleiben. Ruft euch vor der nächsten Kaufentscheidung eure Sammlung an Make-up, Kleidung und Accessoires vor Augen und entscheidet danach, ob das Objekt eurer Begierde euch immer noch gefällt und glücklich machen würde.

Ich bin gespannt darauf im Februar andere Mädchen und Frauen dabei zu beobachten, wie sie meine abgegeben Schätze auf dem Flohmarkt entdecken, sich darüber freuen und vielleicht zu ihrem neuen Liebling machen. Den Rest des Tages werde ich damit verbringen weiter auszumisten und mein Leben zu entschlacken.

Seid ihr auch gerade im Declutter-Fieber?

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