What are you looking for?
  • /
  • Beauty
  • /
  • Selbstwahrnehmung im Zeitraffer
Selbstwahrnehmung im Zeitraffer
25. August 2016

Selbstwahrnehmung im Zeitraffer

Schönheit hat viel mit unserer eigenen Wahrnehmung zutun. Ob wir uns selber oder andere schön finden, liegt an unserem Blick auf die Welt, in den Spiegel und unserer Selbstzufriedenheit. Mit jedem Jahr verändert sich meine Selbstwahrnehmung, meine Schönheitsideale und meine Bezug zu dem Thema Schönheit. In dieser Kolumne will ich versuchen den Zusammenhang zwischen Selbstwahrnehmung und Schönheit zu erklären sowie ihn unter dem Einfluss des Internets und unserer schnelllebigen Gesellschaft zu erfassen.

Von Selbstwahrnehmung und Schönheit

Medien, Werbung, Soziale Netzwerke und Trends haben uns in ihren großen Klauen und einen riesigen Einfluss auf das, was wir als schön oder optisch erstrebenswert wahrnehmen. Obwohl ich versuche mich nicht zu sehr beeinflussen zu lassen, ist auch meine Wahrnehmung, mir selbst und anderen Frauen und Männern gegenüber, stark von diesen Faktoren geprägt.

Wann fängt man eigentlich an sich selber wahrzunehmen? Sich als schön oder weniger schön zu bezeichnen? Und eine Vorstellung davon zu entwickeln, wie ein Ideal aussieht?

Wahrscheinlich schon als Kind, denn selbst in der Kinderliteratur- und Unterhaltung werden Stereotype von Schönheit vermittelt. Die Möglichkeit in das Leben der anderen durch Soaps, Instagram oder Snapchat reinzugucken bedeutet, dass wir uns rund um die Uhr mit dem Aussehen unserer Mitmenschen beschäftigen und uns, unbewusst oder bewusst, mit ihnen vergleichen. Betrachtet man die Selbstwahrnehmung im Zeitraffer kann man beobachten, dass wir mit all diesen Möglichkeiten der Transparenz selbstkritischer, unsicherer und strebsamer geworden sind. Aber irgendwann, wenn man die kritische Phase der Jugend endgültig hinter sich gelassen hat und anfängt eine junge erwachsene Frau zu werden, lässt man Zweifel langsam hinter sich.

PARFUMgeflüster | Selbstwahrnehmung & Schönheit

Wenn ich meine persönliche Selbstwahrnehmung im Zeitraffer betrachte, fällt mir auf, dass ich in den letzten vier Jahren viel gelassener geworden bin und zwischen all den Supermodels und Bloggern, die wie Models aussehen, nicht vergessen habe, wie Frauen wirklich aussehen. Nämlich komplett unterschiedlich. Es gibt keine Norm, keine perfekten Körper. Wer den Blick auf die Realität verloren hat, sollte ein durchschnittliches Schwimmbad aufsuchen und sich umsehen: Schlank, rundlich, groß, schlaksig, glatt, wellig.

Dieses Sammelsurium an Wörtern beschreibt zwar nur einen Bruchteil von dem, wie Körper aussehen können, gibt aber ein gutes Bild darüber, wie unterschiedlich Frauen sind. Ich habe mich, irgendwann mit 20 Jahren, von dem stereotypen Schönheitsideal verabschiedet und gelernt ideelle Schönheit zu leben. Mach das Meiste aus dir und sei zufrieden mit dem, was dir von Natur aus gegeben wurde – ungefähr so lautet der Leitspruch meiner momentanen Selbstwahrnehmung.

Bei diesem Thema bedeutet Zeitraffer aber nicht nur das eigene Älterwerden, sondern wie oben schon beschrieben die äußeren Einflüssen, die sich immer verändern. Schönheit verwandelt sich ständig, bleibt nie stehen und schwebt immer über uns. Den richtigen Umgang damit muss jeder für sich selber entwickeln, aber ich habe gelernt, dass es Spaß macht sich auf neue Trends und Impulse einzulassen, aber sie nicht als Vorschrift aufzunehmen. Sobald Schönheit zum Plan oder Ziel wird, verliert sie ihren wichtigsten Baustein. Leichtigkeit und Natürlichkeit!

Wie hat sich eure Selbstwahrnehmung und euer Schönheitsideal von der Jugend zum Erwachsensein entwickelt und wie viel Einfluss hat die Industrie auf euer Ideal? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit uns.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*