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24. März 2015

Schön und fit mit Superfoods

Ernährung ist hipp, Ernährung ist Trend. Seit geraumer Zeit schießen neue Ernährungstrends wie Pilze aus dem Boden. Da hatten wir uns gerade mal daran gewöhnt, Schnitzel und Pommes ab und zu durch ein paar vegetarische Mahlzeiten zu ersetzen, und schon ist das einfach nicht mehr genug. Statt Vegetarier sind wir jetzt Veganer oder Paleo oder ernähren uns gleich nur noch von Rohkost. Ganz zu schweigen von den unzähligen Diäten, die uns allen die ersehnte Sommerfigur bringen sollen.

Und jetzt auch noch Superfoods. Zuerst war ich skeptisch, doch dann lernte ich auf einem Seminar eine Teilnehmerin kennen. Ihre Haut: makellos. Und zwar so makellos, dass es mir auffiel. Auf meine Frage hin, ob sie eine besondere Pflege verwende oder sich besonders ernähre, holte sie eine Flasche mit grüner Flüssigkeit aus ihrer Tasche. Meine erste Bekanntschaft mit einem grünen Smoothie! Sie trinkt diese Smoothies täglich, und jetzt raten Sie mal, war drin ist? Genau: Superfoods!

Als Superfoods werden Lebensmittel bezeichnet, die noch mehr können sollen, als „normales“ Obst und Gemüse. Superfoods machen uns superfit, supergesund und superschön. Das finde ich super, das nehme ich gerne alles zusammen. Aber was muss ich denn nun in meinen täglichen Speiseplan integrieren, wenn ich mich zukünftig super gut fühlen möchte? Ich stelle Ihnen hier ein paar Lebensmittel vor, die sie inzwischen in fast jedem Supermarkt bekommen, und die einfach in der Anwendung sind.
Erstaunlicherweise tauchen auf der Liste der Superfoods alte Bekannte auf, von denen bereits unsere Großmütter wussten, dass sie gesund sind:

KALE

Zu ganz neuen Ehren kommt zurzeit Kale. Sie wissen nicht, was Kale ist? Unsere Großmütter kannten Kale noch unter dem unspektakulären Namen Grünkohl. Jawohl! Kale klingt natürlich bedeutend hipper. Das traditionelle Wintergemüse findet heute roh Verwendung in Smoothies. So bleiben die Vitamine A, B und C, sowie wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralien erhalten. Zudem ist Grünkohl, dank seines hohen Kalziumgehalts – für Laktose-Intolerante eine gute Alternative zu Milch.

PAPAYA

Die grüne Frucht mit dem orangefarbenen Inneren und den schwarzen Kernen ist eine Vitamin-C-Bombe: In 100 Gramm Papaya stecken 80 Milligramm Vitamin C sowie Provitamin A, Phosphor, Kalzium, Eisen und Natrium.
Papaya enthalten Eiweiß spaltende Enzyme, vor allem Papain. Das fördert die Verdauung und kann sogar die Darmflora nach einer Antibiotika-Therapie wiederherstellen. Die in der Papaya enthaltenen Wirkstoffe sind zudem ein natürliches Anti-Aging-Mittel, sie wirken wundheilend und senken den Cholesterinspiegel. Inzwischen gibt es sogar über 600 wissenschaftliche Studien zur Heilkraft der Papaya bei Krebs. Na wenn das kein Superfood ist!

papayasmoothie-life40upPAPAYA-SMOOTHIE (FÜR 2 GLÄSER À 300 ML)
• 2 TL Chiasamen
• 150 g Papaya
• 1 Orange
• ¼ Zitrone
• 100 g zarte Kale-Blätter (Grünkohl. Ersatzweise Wirsing oder Feldsalat)
• 1 Handvoll Petersilienblätter
• 1 Prise Meersalz

ZUBEREITUNG:
1. Die Chiasamen über Nacht in 50 ml Wasser einweichen. Sie werden so zu Chiagel.
2. Am nächsten Tag die Papaya schälen, entkernen u. in Stücke schneiden. Die Orange und Zitrone ebenfalls schälen und in Stücke schneiden.
3. Die Früchte zusammen mit dem Chiagel in einen Standmixer füllen.
4. Den Kale waschen, abtropfen lassen und in Stücke schneiden. Die Petersilie grob hacken. Beides zu den Früchten im Mixer geben. Salz und 200 ml Wasser dazugeben. Auf kleiner Stufe starten und dann alles auf höchster Stufe cremig pürieren.
Den übrigen Smoothie im Kühlschrank aufbewahren. Wer es exotisch mag, kann einen TL Kokosöl mit mixen.
Quelle: Marion Grillparzer, Martina Kittler: Simple Glyx. Das Kochbuch. (S. 31)

CHIA

Dass sich die alten Maya mit Kalendern auskannten, ist bekannt. Dass sie aber auch Superfood in Form von Chiasamen zu sich nahmen, wusste bisher niemand. Chiasamen enthalten Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe, Proteine, Vitamin B1, B3, und E sowie Calcium, Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Zink und Antioxidantien. Die dunklen Supersamen können Säuren und Giftstoffe im Körper binden und so Krankheitserreger abwehren. Sie sind glutenfrei, senken den Blutzucker- und Cholesterinspiegel und können beim Abnehmen helfen, da sie den Darm gut füllen und große Mengen an Wasser binden.
Chiasamen kann man, wie Leinsamen, über das Müsli streuen oder über Nacht in Wasser gerührt quellen lassen. Dann erhält man das sogenannte Chia-Gel mit puddingähnlicher Konsistenz, das sich gut für süße Speisen verwenden lässt.

overnightoats-life40upOVERNIGHT OATS MIT HIMBEEREN (FÜR 2 PORTIONEN)
• 10 EL zarte Haferflocken
• Ungesüßte Mandelmilch (alternativ Kokosmilch, Haselnussmilch)
• Ahornsirup
• 2 TL Chiasamen
• 1 Schale Himbeeren, frisch oder tiefgekühlt (alternativ Erdbeeren, Blaubeeren oder anderes Obst)
overnightoats2-life40upZUBEREITUNG:
1. Die Haferflocken am Vorabend mit der Mandelmilch verrühren, mit 1 EL Ahornsirup süßen. Die Konsistenz sollte nicht zu dünnflüssig sein. In einem verschlossenen Gefäß über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.
2. Am nächsten Morgen eventuell mit etwa Mandelmilch cremig rühren. Mit Obst in einem Glas schichten und pro Portion mit 1 TL Chiasamen bestreuen.
Die Overnight Oats sind ein sättigendes Frühstück, das man auch prima in einem Glas mit Schraubverschluss zur Arbeit mitnehmen kann.

KOKOSÖL

Für das wertvolle Kokosöl werden frische Kokosnüsse zerkleinert, getrocknet und das pure Kokosöl herausgepresst. Das Öl eignet sich zum Backen und Braten und bringt geschmacklich einen Hauch Karibik ins Essen. Wichtig: Gutes Kokosöl trägt die Bezeichnungen kaltgepresst, nativ (extra), (extra) virgin oder vierge (extra).
Natives Kokosöl enthält fast 60 Prozent Laurinsäure, die eine antibakterielle, antiseptische und antimikrobielle Wirkung hat und somit sogar Viren bekämpfen kann. Bei Diäten bremst Kokosöl den Muskelabbau. Äußerlich angewendet wirkt es feuchtigkeitsspendend für Haut und Haare. Die im Kokosöl enthaltenen MCT-Fettsäuren können sogar die geistige Leistungsfähigkeit erhöhen und sind ein natürliches Mittel im Kampf gegen Alzheimer.

Generell gilt: Kaufen Sie frisches Superfood und nicht das „Konzentrat“ in Pillenform. Und seien Sie nicht erstaunt, wenn Sie demnächst auf ihre supertolle Haut angesprochen werden. Sie und ich wissen ja, warum.

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